Die 9 Arten Gott zu lieben
Hast du dich auch schon gefragt, was es bedeutet, den dreieinigen Gott von ganzem Herzen, mit ganzem Verstand und mit ganzer Kraft zu lieben?
Und sehnst du dich danach, dass dein Glaube lebendiger wird?
Dann bist du nicht allein, denn mir gings genauso und ich habe einiges entdeckt, das ich hier mit dir teile.
Ich zeige dir in diesem Artikel alle Arten, wie du Gott lieben und deinen Glauben ausdrücken kannst.
Skeptisch, aber bereit?
Dann los!
Inhaltsverzeichnis:
Das Liebesbuch
Christian A. Schwarz, der deutsche Theologe hat mit mehr als 70.000 Gemeinden auf der ganzen Welt gearbeitet und über die genannten Themen eine Menge gelernt.
Seine Erkenntnisse schrieb er in mehr als 20 Bücher, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden.
Eins davon ist das folgende:
Der Titel des Buches ist ein anderer Ausdruck für:
Wie kann ich Gott intensiver, besser und leidenschaftlicher lieben?
So wie er sich das wünscht.
Deshalb schreibe ich in meinem ersten Blogartikel genau darüber – weil Jesus Christus es als das wichtigste Gebot bezeichnet:
Du sollst Gott lieben, aus ganzem Herzen, mit ganzem Verstand (ganzer Seele) mit ganzer Kraft und ganzem Willen. (Matt.22,37)
Christian ordnet die 9 Stile (Arten), die ihr gleich kennenlernt, den biblischen Liebesbereichen zu:
Herz, Verstand und Wille/Kraft.
Weitere Gründe, weshalb ich diesen Artikel als erstes schreibe:
Mein Glaube wurde durch dieses Konzept tiefer und lebendiger.
Ich verstehe jetzt Gott und mich viel besser als vorher.
Viele Konflikte unter Christen hängen mit den verschiedenen Stilen zusammen – und ich möchte helfen, sie zu lösen.
Du wirst in diesem Artikel erfahren:
Wie z.B. Paulus und Petrus Gott verehrten – und ihn dadurch noch glücklicher machten
Wie tausende andere Christen Jesus lieben und anbeten
Wie ich das erlebe und umsetze
Du bekommst erste Hinweise:
Wie du Gott bereits leidenschaftlich liebst
Wo du noch weiterwachsen kannst
Welchen geistlichen Liebesstilen du positiv (+2), neutral (0) oder negativ (-2) gegenüberstehst:
+2 beteiligt
+1 respektvoll
0 neutral
-1 skeptisch
-2 feindlich/unwissend
Und bedenke:
Stehst du einem Stil feindlich/unwissend gegenüber, dann heißt das:
Du bist in dem Bereich Gott gegenüber feindlich/unwissend eingestellt.
Und das willst du nicht bleiben!
Nehme ich an.
Du gehörst schließlich zu den Überwindern, die mit ihm vorwärts gehen und immer mehr ins Ebenbild von Jesus Christus verwandelt werden.
Doch bevor ich die 9 Stile erkläre, zeige ich sie dir in einer kleinen Geschichte, in der die Stilnamen zu Personen werden.
Ob diese weiblich oder männlich sind, ist von mir “zufällig” ausgewählt.
Danach beschreibe ich die Stile und du bekommst kleine Übungen oder Anregungen dazu, die dir helfen, Erfahrungen mit dem jeweiligen Stil
zu machen.
Auf der Webseite von Christian A. Schwarz kannst du noch viel mehr Übungen kostenlos bestellen. Diese bekommst du per Mail von ihm.
Zum Schluss greife ich die Geschichte nochmals auf.
Bereit?
9 Christen treffen sich
Nachdem Sinnlich ihr Frühstück aus Kaffee, Spiegelei, Obstsalat und Müsli beendet hatte, klingelte es an der Tür.
Oh nein, fiel es ihr ein, das müssen meine Glaubensgeschwister sein.
Sie würgte den letzten Bissen runter, schaltete den “Herr der Ringe“-Film ab und öffnete die Tür.
Asketisch stichelte: „Hast bestimmt wieder mal üppig gefrühstückt und vor der Glotze gesessen, anstatt zu fasten und zu beten, so wie ich?"
Während Sinnlich zu Boden schaute, legte ihr Mystisch den Arm um die Schulter:
„Hey, erst mal guten Morgen! Vertragen wir uns doch, werden ruhig und hören auf Gottes Stimme in uns drinnen.“
„Du mit deiner Ruhe, wie langweilig!”, entgegnete Enthusiastisch. „Laute Anbetung ist jetzt dran, um den Heiligen Geist einzuladen und die Dämonen zu vertreiben."
Während sie redeten, gingen sie langsam ins Wohnzimmer.
Bibelzentriert ignorierte ihn. „Wie lautet die heutige Losung als Motto für den Tag?“, fragte sie und zog ihr Losungsbüchlein aus der Tasche.
„Hä, wir sind doch hier, um am Markplatz den Ungläubigen von Jesus zu erzählen, oder?", fragte Missionarisch, während er mit seinen Füßen auf und ab wippte. „Lasst uns sofort starten!"
Doch Rechtgläubig gab zu bedenken: „Erst müssen wir das biblische Gesamtkonzept verstehen, sonst erzählen wir den Leuten nur Quatsch.”
„Dein Einwand scheint mir immerhin ein bisschen logisch", warf Rational ein und setzte sich.
Manche seufzten und senkten die Köpfe.
„Immer dieselben Konflikte: Jeder will was anderes und weiß es besser!“, meinte Sinnlich.
In dem Moment holte Sakramental eine Wasserpistole hervor und spritzte alle nass – auch sich.
„Wie das Wasser uns alle traf, so soll uns jetzt der Heilige Geist treffen und uns sagen wos lang geht.“
Alle starrten ihn entgeistert an.
Plötzlich bebte es unter ihren Füßen und sie flüchteten zur Tür.
Ein Erdbeben?!
„Erschreckt nicht! Ich bins!", dröhnte eine tiefe, freundliche Stimme, sodass alle zusammenzuckten.
Auf einmal stand mitten im Wohnzimmer ein Mann. Sie erkannten ihn sofort an den Nägelmalen.
Nachdem sie Jesus begrüßt und sich beruhigt hatten, stellte er Erdbeeren, alkoholfreien Rotwein, Vollkornbrot und eine geräucherte Forelle auf den Tisch.
Er schenkte jedem was ein, verteilte das Essen und sagte:
„Ich fühle mich total geehrt, weil ihr mich liebt und mir dienen wollt. Ich vertrau euch und weiß genau:
Ihr werdet den Missionsbefehl zu Ende bringen und dann kann ich endlich zu euch zurückkommen – denn danach sehne ich mich.
Das gelingt aber nur, wenn ihr lernt, mich, meinen Dad und den Heiligen Geist vollkommen zu lieben. Das ist die Basis von allem andern.
Hier ist das Buch mit den 9 Stilen von Christian A. Schwarz, über das wir heute reden.
Der Herr legte es mitten auf den Tisch.
„Jemand hat einen Blogartikel in seinen eigenen Worten über das Thema geschrieben – den lesen wir heute.“, sagte er.
Dann setzten sie sich, prosteten sich zu und aßen die Köstlichkeiten.
„Das ist mal ein leckeres Abendmahl!“, meinte Sinnlich – während Missionarisch und Asketisch eher missmutig dreinschauten.
Beim Essen fuhr Enthusiastisch seinen Laptop hoch und Jesus rief den Artikel auf.
Rechtgläubig begann laut vorzulesen:
Die 9 Stile um Gott zu lieben
Alle Stile sind gleich wichtig. Christian macht das im Buch dadurch deutlich, dass jeder Stil gleich viele Seiten Platz bekommt.
Das hab ich erst gar nicht versucht.
1. Stil: Rechtgläubig (Verstand, Wille/Kraft):
Für Christen mit diesem Stil spielt die Wahrheit in der Bibel die entscheidende Rolle. Gottes objektive Maßstäbe zu verstehen ist für sie so zentral wie der Motor fürs Auto.
Wer diesen Stil auslebt, will verstehen, wie Altes Testament (AT) und Neues Testament (NT) zusammenhängen – und ganz allgemein Zusammenhänge verstehen.
Genauso wie Johannes, einer der Jünger von Jesus.
Er versteht die Zusammenhänge und gibt uns sein Verständnis weiter.
Hier ein klitzekleiner Einblick wie er in seinem Evangelium die Sprache von 1. Mose benutzt, um etwas zu verdeutlichen:
Nämlich, dass mit Jesus Christus eine völlig neue Schöpfung begonnen hat – nach der Alten Schöpfung im 1.Mose:
Joh.1,1: Am Anfang war das Wort.
1.Mo.1,1: Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
Joh.1,5: Das Licht strahlt in der Dunkelheit, aber die Dunkelheit hat sich ihm verschlossen.
1.Mo.1,4: Und Gott sah das Licht an: Es war gut. Und er trennte das Licht von der Dunkelheit.
Joh.1,9: Das wahre Licht, das in die Welt gekommen ist und nun allen Menschen leuchtet, ist er, der das Wort ist.
1.Mo.1,17: Und er setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, dass sie der Erde Licht geben.
Diese Passage mit der Gegenüberstellung von 1.Mose und Johannesevangelium stammt aus Frank Violas Buch: Ur-Schrei, Gottes Herzensanliegen seit ewigen Zeiten.
Hier das englische Original: From eternity to here
Ich staunte ständig, als ich dieses Buch las. Wegen den ganzen neuen Einsichten sprang ich von einem Aha Erlebnis zum nächsten.
Ich verschlang noch viele andere Bücher, die mir halfen, Zusammenhänge besser zu begreifen.
Jetzt zur Übung für dich!
Du kannst natürlich auch zuerst den ganzen Artikel am Stück durchlesen. So würde ich das machen. Fühl dich frei!
Gehe zum 1. Korintherbrief, Kapitel 13, Vers 4! Dort steht:
Die Liebe ist geduldig und freundlich.
Folge mir bitte gedanklich!
In 1. Johannes 4,16 erfahren wir: Gott = Liebe.
So weit so klar. Jetzt können wir das Wort Liebe im obigen Vers durch Gott ersetzen:
Gott ist geduldig und freundlich.
Und für dich lieber Jünger, ist klar: Jesus Christus = Gott
Dann können wir Jesus Christus statt Gott einsetzen.
Jesus Christus ist geduldig und freundlich.
Wenn du magst, kannst du jetzt die ganze Passage in 1.Kor.13 umformulieren. Überall wo Liebe steht, setzt du Gott oder Jesus Christus ein.
Was, Passagen in der Bibel einfach umformulieren? Holger, das kannst du nicht machen!
Also, bei mir hats funktioniert. :-)
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2. Stil: Bibelzentriert (Wille/Kraft)
Christen mit diesem Stil erleben Gott am intensivsten, wenn sie die Bibel lesen. Alles, was sie erleben, wird durch das gefiltert, was sie in der Bibel erkennen.
Dieser Stil unterscheidet sich vom rechtgläubigen dadurch, dass er auch subjektivere Erfahrungen gutheißt. Hier können Bibelstellen auch mal aus dem Zusammenhang gerissen und einzeln auf eine Situation angewendet werden.
Die Bibel wird durchweg als zentral für unser Leben betrachtet.
„Denn jede Schrift, die von Gottes Geist eingegeben wurde, ist nützlich für die Unterweisung im Glauben, für die Zurechtweisung und Besserung der Irrenden, für die Erziehung zu einem Leben, das Gott gefällt.“ (2.Tim.3,16)
Nicht nur Paulus, sondern auch Jesus, und Petrus machten das deutlich. (Matth.4,4; 2.Petr.1,15)
Ich las die Bibel 1998 das erste Mal von vorne bis hinten, wodurch ich zum Glauben an Jesus Christus kam.
Seitdem spielt sie eine wichtige Rolle in meinem Leben.
Nun zur Übung:
Lerne diesen wichtigen Vers für den bibelzentrierten Stil auswendig!
„Gebt dem Wort Raum, in dem Christus bei euch gegenwärtig ist. Lasst es seinen ganzen Reichtum unter euch entfalten. Unterweist und ermahnt einander mit aller Weisheit.“ (Kol.3,16)
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Beim nächsten Stil gehts nicht allein,
da darfst du in Beziehung rein.
3.Stil: Missionarisch (Wille/Kraft)
Christen mit dem missionarischen Stil erleben Gott dann am intensivsten, wenn sie das, was sie selbst empfangen haben, an andere weitergeben. Und zwar an beliebigen Orten.
Das siehst du in der Bibel ganz deutlich, dass ohne Weitergabe gar nichts läuft.
Jesus heilte im Haus, vermehrte Essen am See und lehrte seine Jünger beim Wandern.
Die Apostel machten es genauso:
Sie sprachen mit den Leuten im Wohnzimmer und auf den Straßen, tauften im See und verteilten Essen und andere Güter dort, wo die Leute sie brauchten.
Und was mache ich?
Ich schreibe dir gerade und wende diesen Stil somit an. Schon seit ich Gott kenne, blühe ich auf wie ein Krokus bei Sonnenschein, wenn ich etwas weitergeben darf.
Deine Übung:
Gib etwas Gutes und Positives weiter!
Du kannst jemandem sagen, was du an ihm gut findest oder dich bei ihm bedanken.
Du kannst jemandem ein kleines Geschenk machen.
Oder: Lass dir was anderes einfallen!
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Der nächste Stil – oh nee,
tut mir am meisten weh.
4.Stil: Asketisch: (Wille/Kraft, Herz)
Christen mit dem asketischen Stil erfahren Gott ohne weltliche Ablenkungen am intensivsten. Symbole und Rituale stellen für sie eher ein Hindernis dar.
Was finden wir dazu in der Bibel?
Wir finden das Volk Israel, das 40 Jahre in der Wüste war und Jesus, der 40 Tage dort aushalten musste.
Paulus saß viele Jahre im Gefängnis – auch das ist – Askese pur.
Überall findest du Beispiele für Verzicht und Opfer als normalen Lebensstil. (Apg. 13,2)
Meine Erfahrung:
Früher fastete ich manchmal einen ganzen Tag und aß gar nichts, was ich seit Jahren aber nicht mehr mache. Das will ich allerdings wieder aufgreifen.
Dafür hab ich 6 Monate lang bis Mai 2024 keinen Alkohol getrunken.
Neuer Rekord für mich – wenn man die Zeit von 0 – 16 Jahren nicht einrechnet.
Übung:
Verzichte auf etwas, das du dir sonst gönnst, z.B. auf:
Kaffee, Wein, Bier, Sekt, Süßes, Fernsehen oder etwas beliebig anderes.
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Beim nächsten Stil – Gefühle raus,
mit Stille ists dann – ganz schnell aus.
5.Stil: Enthusiastisch: (Herz)
Christen mit einem enthusiastischen Stil nähern sich Gott besonders gerne in Gemeinschaft von anderen enthusiastischen Christen. Sie rechnen ganz stark mit Gottes übernatürlicher Kraft und zeigen ihre Gefühle.
Lauter Lobpreis und Gebete, auch Tanz sind hier typische Elemente.
Biblische Beispiele:
David tanzt wild vor der Bundeslade. (2.Sam.6,14)
Jesus flippt vor Freude aus und heilt Kranke. (Lukas 10,21; Mt.8,1-4)
Zornig treibt er Händler aus dem Tempel (Joh.2,13-17)
Vom Heiligen Geist erfüllt werden ist manchmal wie betrunken sein. (Apg.2)
Meine Erfahrung:
Krass, krass, als Gott mir meine erste enthusiastische Erfahrung mit ihm schenkte. Ich hatte es nicht geplant, oder gewollt und wusste nicht, dass es so was gibt.
In einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Israel im Jahr 1999 sang und betete ich zusammen mit einer Frau.
Plötzlich kam der Heilige Geist in mich und ich kam mir so betrunken vor wie die Jünger an Pfingsten, so dass wir vor Freude sangen und tanzten.
Seitdem nutze ich meinen Körper und meine Gefühle beim Singen für Gott – zumindest, wenn ich allein bin.
Ich geb zu: Vor allem unter fremden Menschen tanzen, ist mir zu peinlich. Hier will ich noch über meinen Schatten hüpfen.
Deine Übung heißt:
Beweg dich!
Suche dir ein Lobpreislied aus, das zur Bewegung einlädt.
Höre es dir an und bewege dich ein klein wenig mehr dabei, als du es gewohnt bist.
Sitzt du sonst nur unbeweglich, dann bewege diesmal einen Arm nach oben – oder wenn dir das zu viel ist – einen Finger.
Wenn du es gewohnt bist zu tanzen, dann tanz ein wenig intensiver als sonst.
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Richten wir den Blick nach innen,
müssen wir beim Herz beginnen.
6.Stil: Mystisch: (Herz)
Christen mit einem mystischen Stil erleben stärker als andere, dass der Heilige Geist in ihrem Inneren wirkt. Menschen mit dieser Spiritualität praktizieren Dinge, die das Innenleben fördern und nähren.
Leises Gebet, Spaziergänge, Meditation, autogenes Training oder beruhigende Musik werden hier unter anderem genutzt.
Schaun wir in die Bibel:
Jesus betete manchmal für Stunden an einsamen Orten. Er hat dort auch nach innen geschaut, denn dort wohnte sein Vater. (Joh.14,10)
Paulus richtet unseren Blick ständig auf Christus und den Heiligen Geist in uns. (Gal. 2,19-20; Eph.3,17)
Wies mir damit geht?
Puh, Meditation hielt ich früher für esoterisch.
Dabei ist das absurd:
Jeder meditiert sowieso jeden Tag.
Denn: Wenn du dich auf etwas konzentrierst ist das eine Form der Meditation.
Meine Einstellung hab ich deshalb geändert und schätze SIE jetzt sehr.
Hier ist der Link zu einem Grundlagenbuch der Achtsamkeitsmeditation – das ich sehr hilfreich finde.
Außerdem spaziere ich gerne langsam durch den Wald, oder höre mir beruhigende Musik an, um das Leben von Jesus Christus in mir zu fördern.
Jetzt kommt deine Übung – die Jesus Meditation:
Setz dich bequem hin und schließe deine Augen.
2. Kombiniere den Satz: „Jesus Christus, sprich zu mir!“ mit deiner Atmung.
Das geht so:
Du sprichst die erste Silbe Je und atmest dabei ein und bei sus atmest du aus.
So wechselst du bei jeder Silbe mit Ein – und Ausatmen ab. Beim letzten Wort mir solltest du einatmen.
3. Wiederhole das Ganze so oft du willst.
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7.Stil: sakramental: (Herz/Verstand)
Christen mit einem sakramentalen Stil drücken geistliche Realitäten gerne physisch aus. Ihnen gefallen Riten, Symbole und Bilder besonders gut.
Die Bibel ist so voll davon, wie ein Fluss nach tagelangem Dauerregen!
Voll von Gläubigen, die diesen Stil nutzen, als auch von den Symbolen.
Nehmen wir einige Symbole aus dem NT:
Licht wird bei Johannes als Wahrheit interpretiert.
Wasser, Wind und Taube sind Symbole für den Heiligen Geist.
Flüssige rote Trauben werden zum Symbol für das Blut von Jesus und Brot für seinen Körper und die Gemeinde.
Kreuz steht für Tod und loslassen.
Du findest 888 weitere Beispiele, wenn du danach suchst.
Ups, erwischt! Ich hab nicht gezählt, sondern die Zahl frei erfunden.
Kleiner Einblick in meine sakramentale Seite:
Als ich ca. 2010 das genannte Buch von Christian A. Schwarz zum ersten Mal las, hatte ich keinen Bezug zu diesem Stil.
Meine Bücher über Kunst hatte ich entsorgt. Bilder in Kirchen hätte ich am liebsten zerstört und Statuen von Maria umgeworfen.
So nach dem Motto:
Bilder und Statuen o Graus,
die reiß ich doch lieber heraus.
Hab ich natürlich nie gemacht!
Aber:
Mit dieser Einstellung konnte ich keine sakramentalen Erfahrungen mit Gott machen.
Ich war in dem Bereich sein Feind (-2).
Mittlerweile hab ich mich dafür entschuldigt und gelernt, ihn mit diesem Stil zu lieben.
Hat meine Beziehung zu Jesus Christus – wie erwartet – massiv bereichert.
Jetzt nutze ich z.B. Symbole, um mich Gott noch näher zu fühlen.
Ich schalte das Licht an und danke Gott, dass Jesus Licht und Wahrheit ist, der die Dunkelheit und Lüge vertreibt.
Ich dusche und stelle mir vor, wie der Heilige Geist Sünde von mir abwäscht.
Ich stell mich beim Wandern auf einen Felsen und danke Jesus, dass er mein stabiles Fundament ist.
Deine Übung:
Trink jetzt einen Schluck des Getränks, dass du vor dir hast oder schenk dir eins ein.
Währenddessen stell dir vor, dass dich der Heilige Geist geistlich genauso erfrischt und durchdringt, wie das Getränk es körperlich macht. Spüre die Erfrischung und Belebung und danke ihm dafür.
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Beim nächsten Stil gehts um Genuss,
den jetzt ein jeder lernen muss.
8.Stil: Sinnlich: (Verstand)
Christen mit einem sinnlichen Stil nehmen Gott über alle fünf Sinne wahr. Sie erleben Gott, indem sie seine wunderbare Schöpfung genießen.
Wie siehts in der Bibel damit aus?
Ein Jesus der nicht genießt, ist schwer vorstellbar. Er ließ es zu, dass Maria einige Tage vor seiner Kreuzigung eine Unmenge kostbares Öl über ihn goss.
Den Duft roch er sogar noch,
als der Tod schon in ihn kroch. (Matth.26,12)
Außerdem verwandelte Jesus Wasser in Wein, war öfter bei Festessen dabei und wurde Fresser und Säufer genannt. (Joh. 2; Lukas 7,34)
Das kann man nur über Menschen sagen, die das Leben genießen. Sonst ergibt es keinen Sinn. Oder?
Früher konnte ich nicht so gut genießen. Ich wollte arbeiten, was für Jesus tun, mich abrackern.
Mehrmals bin ich knapp am Burnout vorbeigeschrammt. Das lag allerdings eher an meiner anstrengenden Arbeit mit Menschen mit Behinderung.
Mittlerweile kann ich entspannen, lachen und genießen und übe es weiter.
Ich
schaue mir Didi Hallervorden Sketche an, die mich zum Lachen bringen.
freue mich, wenn ich Regenbögen sehe.
esse gerne, Feigen und seeehr dunkle Schokolade.
rieche an Blumen und gönne mir Massagen.
Jetzt zu dir:
Genieße heute irgendwas!
Iss oder trink was leckeres, oder schau einen Film! Mach etwas, das dir gut tut und Spaß macht; legal sollte es allerdings sein und dein gutes Gewissen solltest du behalten können.
Dabei dankst du Gott dafür. Er hat dir die Sinne gegeben, damit du genießt.
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Beim nächsten Stil
kannst du dir das Denken
ganz und gar nicht schenken.
9. Stil: Rational: (Verstand)
Für Christen mit einem rationalen Stil ist das Denken in der Gottesbegegnung zentral. Wissenschaft und Logik sind hier kein Gegensatz zum Glauben.
Glauben und Denken harmonieren so gut zusammen wie schwarze und weiße Klaviertasten.
Nachdenken und Reflexion sind bei diesem Stil wichtige Bestandteile.
Vier komplette Bücher der Bibel zählen zur Weisheitsliteratur. Weißt du welche?
Es sind: Hiob, Sprüche, Prediger und das Hohelied. Auch Teile der Psalmen gehören dazu.
Weisheit ist ganz klar ein Thema des Verstandes.
David sagt: „Nächtelang denke ich über dich nach und komme an kein Ende.“ (Psalm 139,18)
Wie gehts mir damit?
Nachdenken war vor über 25 Jahren nicht so mein Ding.
Ich rauchte, soff und kiffte. Ohne nachzudenken, verhielt ich mich wie mein Umfeld.
Auch später nachdem ich gläubig wurde, machte ich viele Fehler.
Doch ich lernte zu reflektieren und zog mir unzählige Bücher weiser Menschen rein, von denen ich lernte und weiter lerne.
Damit konnte ich viele Fehler ausmerzen und gab saufen, kiffen und rauchen auf.
Jetzt zur Wissenschaft:
Ich genieße es, zu verstehen, wie die Welt funktioniert.
Das Schöne daran:
Gott fasziniert mich immer mehr, je mehr ich seine gigantische Schöpfung verstehe.
Wenn du diesen Stil einübst, wird das bei dir auch so sein!
Zum Beispiel ist die Erde im Vergleich zur Sonne so klein, wie eine Kirsche im Vergleich zu einem Gymnastikball mit 1 Meter Durchmesser.
Selbst diese kleine Erkenntnis lässt mich Staunen. Und dieses lenke ich auf Gott und staune über ihn, weil er das geschaffen hat.
Deine Übung:
Sprich Worte des Dankes an Gott aus:
Für die Sprachwissenschaft, denn ohne sie hättest du keine Bibel auf deinem Tisch.
Für die medizinischen Wissenschaften die dazu beitragen, dass wir länger und gesünder leben können.
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Das war ein Einblick in die 9 Stile.
Jesus und seine 9 Liebsten
„Wie gehts euch damit?“, fragte Jesus.
„Das Schubladendenken mag ich nicht. Jeder Mensch ist doch völlig einzigartig.“, sagte Mystisch.
„Morgen lasse ich meinen 4. Kaffee weg.“, seufzte Sinnlich.
„Hört sich ja alles so einfach an.“, meinte Rational. „Da bin ich kein Fan davon.“
„Eines muss euch allerdings klar sein”, sagte der Herr, ohne auf die Einwände seiner Liebsten einzugehen. „Das Buch lesen und den Test machen geht einfach und schnell.
Das ist wie bei einem Buch mit Karateübungen. Besser werdet ihr erst, wenn ihr tatsächlich auf der Matte steht, schlagt und tretet.
Plötzlich stürmte es draußen für ein paar Sekunden und eine dunkelrote Rakete erschien vor der Haustür.
Jesus umarmte jeden, stieg ein und düste nach oben davon.
Bibelzentriert und Rechtgläubig schauten sich vielsagend an.
Sie kannten ihre Bibel gut und verstanden die Anspielung auf Elia.
Der fuhr in einer brennenden Pferdekutsche in den Himmel auf. (2.Kön.2,11)
„Gott sei dank gibt es jetzt Autos – Pferde sind mir unheimlich.“, meinte Bibelzentriert und grinste.
Enthusiastisch klappte seinen Laptop auf und meldete sich bei Amazon an. Er fand das Buch “Die 3 Farben deiner Spiritualität” und legte 8 davon in den Einkaufswagen.
„Ich geb eine Runde Bücher aus.“, sagte er, während er sie bestellte.
Die 9 verpflichteten sich, das Buch innerhalb von 2 Wochen zu lesen, den Test zu machen und dann 1 x pro Woche für 3 Monate gemeinsam zu üben.
Dann verabschiedeten sie sich und alle gingen gut gelaunt und voller Vorfreude nach Hause.
Alle, bis auf Sinnlich – sie war ja schon zuhause.
ENDE
Wie geht es weiter mit den 9?
Lies „Die 9 treffen sich nach 3 Monaten Training“, du wirst es nicht bereun.
Was wirst du tun?
Die Frage „Wie liebe ich Gott?”, ist endlich beantwortet.
Mich hat das extrem beruhigt.
Du weißt jetzt, dass du in der Liebe zur Gottheit gezielt und geplant wachsen kannst – weil es die genannten 9 Arten gibt, ihn zu lieben.
„Zufällig” wirst du das jedenfalls nicht lernen.
Bestimmt willst du von deinem Herrn hören, was Mose, Elia und Paulus von ihm hörten und ich gerade frei erfunden hab:
„Du hast deine Liebe zu mir ständig erweitert und vertieft. Vielen Dank dafür.
Du bist ein echter Überwinder und ich werde dich reich belohnen.“
Ja, das will ich auch.
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Wie gehts dir mit den 9 Stilen? Was fällt dir leicht, was eher schwer?